Webdesign aus Berlin
Konzept, Gestaltung, Umsetzung
Entwicklung, Hosting und Support
Robert Agthe über das Web, Technologien, Zukunftsvisionen und den typischen Freelancer und Programmierer Alltag. Übrigens, ich bin käuflich.
Microformats gibt es eigentlich schon ewig (seit 2005). Sie geben Content Bedeutung und machen Inhalte für Maschinen lesbar. Aber wie das mit den meisten Sachen im Netz so ist, machen Sie erst Sinn, wenn Sie alle benutzen. Dank Google, die Microformats immer mehr unterstützen, wird es Zeit dass ich das Thema hier mal behandele.
Microformats sind Erweiterungen die in den HTML Quelltext geschrieben werden. Sie geben Inhalten eine Bedeutung und machen diese lesbar für Scripte oder Anwendungen. Man kann damit im Quelltext ausdrücken ob es sich bei den für Maschinen sinnlosen Buchstabenkombinationen um bspws. Vornamen, Adressen, Links zu Freunden oder Konkurrenten handelt.
Um beispielsweise einen Freund zu verlinken, würde man normalerweise im Blogbeitrag oder im Quelltext einen HTML a Tag verwenden:
<a href="http://freund.de">Webseite meines Freundes</a>
Per Microformats kann man diesem Link nun eine Beziehung mitgeben. Das geht in diesem Fall per "rel" (relationship) Attribut. Die meisten werden das, wenn sie sich schon mal mit SEO beschäftig haben, von der "no-follow" Anweisung her kennen. Hier handelt es sich nämlich auch um Microformats und um eine Beziehung zur verlinkten Webseite.
<a href="http://freund.de" rel="friend">Webseite meines Freundes</a>
Anwendungen und Browser wissen nun, dass die verlinkte Seite die eines Freundes ist. Das ganze geht auch andersherum. Etwas sinnfrei in diesem Beispiel aber egal. Ist man der Freund der verlinkten person (also umgekehrt), dann verwendet man "rev" (reverse relationship):
<a href="http://freund.de" rev="friend">Webseite meines Freundes</a>
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung des "class" Attributs. Möchte man eine Party auf seiner Webseite ankündigen, kann man das ebenfalls mit Microformats zugänglicher gestalten:
<span class="vevent">
<span class="summary">Super Party mit toller Musik</span>
am <span class="dtstart">2010-01-02</span>
bei mir zu Hause
in <span class="location">Berlin</span>.
</span>
Um Adressen zugänglicher zu machen, verwendet man die "hCard" Microformats. Es gibt bereits Plugins für Firefox die es ermöglichen, so ausgezeichnete Adressen direkt von der Webseite in sein aktuelle Adressverwaltung zu importieren. Da "hCard" genau dem "vCard" Standard entspricht, eine runde Sache.
<address>
Max Mustermann
Musterfirma
01234/56789
<a href="http://example.com/">http://example.com/</a>
</address>
Mit Microformats wird nun Sinn und Lesbarkeit hinzugefügt:
<address class="vcard">
<span class="fn">Max Mustermann</span>
<span class="org">Musterfirma</span>
<span class="tel">01234/56789</span>
<a class="url" href="http://example.com/">http://example.com/</a>
</address>
Grundsätzlich ist es nicht schlecht seinem Inhalt per Quelltext mehr Sinn zu verleihen. Ist dieser doch eigentlich genau dafür gedacht. Es gibt bereits Programme die Daten von Webseiten lesen können, um Adressen oder Events direkt in die entsprechenden Programme (Outlook etc.) auf den Desktop zu speichern. Google verwendet aktuell bereits "hReview" für Produktbewertungen und "hCalendar" für Events, um diese in den Suchergebnissen einzubinden. Ich möchte auch einfach mal behaupten, dass Google Seiten mit sinnvollen Zusatzinformationen belohnt.
Dieser Eintrag wurde von polarity am 25.01. 2010 - 03:35 Uhr verfasst.
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