Webdesign aus Berlin
Konzept, Gestaltung, Umsetzung
Entwicklung, Hosting und Support
Robert Agthe über das Web, Technologien, Zukunftsvisionen und den typischen Freelancer und Programmierer Alltag. Übrigens, ich bin käuflich.
Aktuelles geTwitter.
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Nachdem der Sturm um die ersten Bilder und Gerüchte um Apples Tablett nun endlich vorbei ist und das Geheimnis um das Gerät gelüftet wurde, geht es nun los mit Berichten bzw. Streits über Vor- und Nachteile. Braucht das Gerät überhaupt jemand? Und eigentlich ist doch gar nichts neu daran? Und dann erst der Name, wer soll denn das Ding kaufen? Ich versuche das ganze etwas objektiv zu betrachten und mich auf keine Seite zu stellen.

Diese Frage kann man für den Otto Normal Benutzer sicherlich sofort mit Nein beantworten. Ausser Essen, trinken und einem Dach über dem Kopf braucht man eigentlich sowieso nichts. Wer aber das nötige Kleingeld übrig hat und gern auf der Couch lümmelt, für den ist es sicher eine spaßige Angelegenheit.
Da das iPad OS 3.2 fährt, unterstützt es kein Multitasking. Das heisst es wird nur jeweils ein Programm ausgeführt. Kein gleichzeitiges Twittern und Surfen. Da man aber bereits auf den iPhone während des Surfens Musik über iTunes hören kann, so schätze ich, wird dies auch hier möglich sein. Eventuell wird mit einem Software Update Multitasking nachgerüstet. Geplant, scheint es allerdings nicht zu sein.
Die Frage ist, hat "kein Multitasking" auch Vorteile? Natürlich. Es ist ja durchaus bekannt, dass Multitasking im Job krank macht. Die Fokussierung auf nur eine tätigkeit kann also auch durchaus produktiver sein.
Viele Seiten setzen auf Flash. Sei es bei Werbung oder auch bei Videos und Audio. Da das iPhone und das iPad kein Flash unterstützt, befinden sich an den Stellen wo normalerweise ein Video zu sehen wäre, ein hässliches "Plug-In fehlt" Symbol. Von meinem Mac weiß ich das Adobe Flash den Rechner bis an seine Grenzen bringen kann. Das liegt einerseits an schlechter Programmierung seitens Adobe und andererseits sicherlich an der schlechten Einbindung in OSX. Oft stürtzt Flash ab, zieht den Browser mit runter oder sorgt für ruckeligen Bildaufbau oder Scrollverhalten. Klar das so etwas bei Apple verpönt ist, hier ist ein weiches und schnelles ansprechen der Oberfläche höchstes Gebot. Das Benutzererlebnis über alles. Lieber kein Video, als ein ruckeliges Video.
Mit anderen Worten hat das fehlen von Flash auch Vorteile. Unter anderem wird hier auch der HTML5 Standard, mit den neuen nativen Audio und Video Tags forciert. Youtube testet bereits neue HTML5 Features aus.
Fotografieren und Filmen wird man mit dem iPad nicht können. Viele bemängeln dies, da aber Mittlerweile Kameras in jedem zweiten Gerät eingebaut sind und selbst so billig sind das mittlerweile eh jeder eine hat, ist das für mich kein wirkliches Argument. Ausserdem stell ich mir das komisch vor mit einer Platte durch die Gegend zu rennen und Fotos zu schiessen.
Nun gut, für deutsche mag der Name klar gehen. Die Amis haben da wohl eher Probleme mit der Verwandschaft zu "Slipeinlagen". ;)
Wie auch beim iPhone kann man keine Anwendungen einfach so installieren. Alles läuft über den AppStore oder über iTunes. Das heisst, man kann nicht mal so eben einen anderen Browser installieren, wenn Apple dies nicht möchte (und das möchten sie auch nicht). Man kann auf seinem iPad kein anderes Betriebsystem (zb. Linux oder Android) installieren. Man kann nicht mal eben die "Autoexe.bat" oder die "Config.sys" anpassen. Man weder Farben ändern oder Betriebssystem Elemente von A nach B schieben, noch kann man in Verzeichnisse schauen, Sachen löschen oder hinzufügen. Das hat, wenn man von Windows oder Linux kommt Nachteile.
Das hat aber auch Vorteile. Apple möchte ein einzigartiges Benutzererlebnis schaffen und das können sie nur gewährleisten, wenn sie alle Fäden in der Hand halten. Der Erfolg gibt ihnen da auch teilweise recht. Man soll einschalten, beeindruckt werden und sich nie mehr ärgern. Auf keinen anderen System gibt es eine derartig flüssige, schnelle Benutzeroberfläche die auch durchweg intuitiv zu bedienen ist. Von fehlenden Viren und Trojanern möchte ich jetzt hier gar nicht erst anfangen.
Das iPad hat kein HDMI und kein USB Ausgang. Man kann sich da nur per Adapter behelfen. Andere Firmen gehen hier den Weg, je mehr Anschlüsse desto besser. Apple möchte dies aber nicht. Das iPad ist dafür vorgesehen dem Benutzer unterwegs oder auf der Couch, ein grandioses Surferlebnis zu verschaffen und nichts anderes. Für alles andere sollen wohl eher MacBooks und iPhones herhalten.
Der Preis für das kleinste iPad beträgt $499. Dafür bekommt man eine 16GB SSD Festplatte aber kein 3G. Das nächst höhere Modell mit den selben Daten nur mit 3G kostet aber bereits schon $629. Und wer nicht nur 3 Bilder und 50 Mp3s speichern möchte, der sollte mindestes $800 locker machen können. Und da ist man schon im Bereich von Laptops.

Ich finde diesen Vergleich nicht gerecht. Das Kindle kann nichts ausser Text lesbar darstellen (e-Ink). Dafür wurde es gemacht. Das iPad kann zwar auch E-Books darstellen, ist aber doch eine ganz andere Anwendungs-Ebene.
Ihr wollt konfigurieren, basteln, andere OSe installieren, das Dateisystem sehen und japanische Treiber für koreanische USB Kameras installieren? Finger weg!
Ihr habt gut Geld auf den Konto, wollt ein einmaliges Web Erlebnis auf der Couch und Unterwegs haben und interessiert euch nicht für Treiber, Config Dateien oder Installationsroutinen? Greift zu!
Zu erwarten ist, dass das iPad in einem halben bis einem Jahr billiger werden wird. Das war auch beim iPhone schon so. Dann wird das Teil sicher auch für andere Zielgruppen attraktiv.
Ich fürchte ich muss ;) Zumindest wird es ausprobiert. Soviel Zeit muss sein.
John Gruber (daringfireball)
Lastly, there’s the fact that the iPad is using a new CPU designed and made by Apple itself: the Apple A4. This is a huge deal. I got about 20 blessed minutes of time using the iPad demo units Apple had at the event today, and if I had to sum up the device with one word, that word would be “fast”.
A lot of people at Gizmodo are psyched about the iPad. Not me! My god, am I underwhelmed by it. It has some absolutely backbreaking failures that will make buying one the last thing I would want to do.
Gerrit van Aaken (praegnanz)
Die allgemein um sich greifende Ernüchterung/Enttäuschung bezüglich des iPads kann ich durchaus nicht teilen, dafür ist das Gerät einfach zu shiny. Dennoch hätte ich mir in zumindest einer Hinsicht etwas anderes erwartet: Mich wundert, dass Apple mit dem »iBook Store« eine fertige Infrastruktur für lineare, nicht-multimediale Bücher am Start hat, jedoch nichts vergleichbares für Zeitungen und Magazine.
He doesn’t like the file limitations. His friends send him videos that he can’t play in iTunes and the iPad doesn’t support Flash.
Dieser Eintrag wurde von polarity am 28.01. 2010 - 00:33 Uhr verfasst.
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